Eines von Kenias sehenswertesten Schutzgebieten ist das Ol Pejeta Conservancy bei Nanyuki, westlich des Mt Kenya. Bei meinem ersten Besuch 1996 war die Tierdichte noch sehr unspektakulär. Mittlerweile hat sich allerdings viel getan, zumal in den letzten Jahren große, ehemals als Vieh-Ranches genutzte Flächen in den Regionen Laikipia und Samburu in private oder kommunal verwalteten Schutzgebiete verwandelt worden sind, was sich zwangsläufig positiv auf die Tierwelt der ganzen Region auswirkte.
Bei meinem letzten Besuch im Juni 2012 bekamen wir schon auf den wenigen Kilometern vom Park-Gate zum Sweetwaters Tented Camp etliche Elefanten, Giraffen, Zebras und Thomsongazellen zu sehen. Zu den Highlight des nächsten Tages gehörten Nashörner: Mit 88 Exemplaren der scheuen Spitzmaulnashörner ist Ol Pejeta das wichtigste Reservat Afrikas für diese Art. Für ein blindes aus dem Busch gerettetes Nashorn namens Baraka wurde ein Gehege eingerichtet. Besucher dürfen Baraka per Hand mit Zuckerrohr füttern.
Bekannt ist das Reservat außerdem für sein „Chimpanzee Sanctuary“, in dem momentan 42 aus Händen von Schmugglern oder aus schlechter Haltung befreite Schimpansen in großen Freigehegen ein möglichst natürliches Leben führen können.
Während unserer Pirschfahrt hatten wir auch das Glück, einen der rund 30 Geparden, die auf Ol Pejeta leben, zu beobachten. Die Löwen entzogen sich leider unseren Blicken und hielten sich im dichten Busch versteckt.
Den absoluten Höhepunkt erlebten wir allerdings am letzten Tag, als wir mit vollgepacktem Wagen wieder auf dem Weg zum Parkausgang waren: Nur einige Minuten vom Camp entfernt kreuzte ein Rudel Afrikanischer Wildhunde unseren Weg. Aufgrund von Tollwut, Staupe und erbitterter Verfolgung durch den Menschen ist der Afrikanische Wildhund das seltenste Raubtier Afrikas. In den letzten Jahren wurden immer öfter Wildhunde auf Ol Pejeta gesichtet – nachdem Anfang 2012 neun Welpen geworfen wurden, hat sich das Rudel hier nun endgültig niedergelassen. Und endlich bekam ich nach 10 Keniareisen einmal selbst die seltenen Tiere zu Gesicht!
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Mittwoch, 19. September 2012
British Virgin Islands (1)
Im November 2011 hatte ich die Gelegenheit, die BritishVirgin Islands (BVI) zu besuchen. Die BVI sind eine karibische Inselkette und
gehören zu den Kleinen Antillen. Zu den wichtigsten Einnahmequellen der
Inselbewohner gehört der Tourismus – besonders für Segler gelten die BVI als
Paradies, aber auch viele Zivilisationsflüchtlinge, die in der Abgeschiedenheit
der Inselwelt Abstand vom Alltag nehmen wollen, ziehen die BVI magisch an.
Naturtouristen sind trotz des Slogans „Nature’s Little Secrets“ in der
Minderheit. Ein Grund mehr, sich mit den unentdeckten Schätzen der Natur auf
den British Virgin Islands zu beschäftigen. Zum Beispiel die Wasservögel:
Allgegenwärtig sind Braune Pelikane. Besonders vor der Long Bay und der Apple
Bay auf Tortola lässt sich hervorragend beobachten, wie die Pelikane im
Sturzflug in direkter Strandnähe Fische erbeuten. Am Soper’s Hole am Westend
beeinrucken in erster Linie die riesigen Fregattvögel, die das Wasser zwischen den
ankernden Segelbooten nach kleinen Fischen absuchen.
Ein verstecktes Highlight ist der Belmont Pond, ein
Brackwasserteich im Westen Tortolas, der von einem Hügel, dem Belmont Point,
überragt wird. Der Pond ist von dichtem tropischen Dickicht umgeben. Sowohl vom
Strand Smuggler’s Cove im Westen als auch von der Long Bay im Osten gelangt man
über versteckte Pfade ans Ufer. Hier können Amerikanische Stelzenläufer und im
Winterhalbjahr verschiedene nordische Limikolen beobachtet werden.
Auch die
Bahamas-Pfeifenten kommen gerne angeschwommen, um sich misstrauisch, aber nicht
wirklich scheu, den seltenen Beobachter mal aus der Nähe anzuschauen.
Fischfressende Vögel sind die Ausnahme – offensichtlich kommen im Pond keinerlei
Fische vor. Kanada- und Krabbenreiher sowie Gürtelfischer sind dennoch ab und
zu sehen. Und mit viel Glück auch einige der Flamingos, welche auf den Inseln
Anegada und Guana Island wieder brüten, nachdem sie lange ausgerottet waren. Was
den Spaß an der Vogelbeobachtung in der Nähe des Brackwassers trübt, sind
allerdings die vielen kleinen, lästigen Sandfliegen. Nach einem Painkiller, dem
typischen Cocktail der BVI, an der Bar vom Smuggler’s Cove oder einem Bad im
Meer ist das aber auch wieder schnell vergessen …
Neben dem Belmont Pond im Westen existiert bei Josiah’s Bay
im Osten noch ein weiterer Salzteich auf Tortola. Hier betreiben Vernon und
Marie Blyden direkt am Wasser eine Bar und ein Hostel – der ideale Anlaufpunkt
für Naturfreunde, welche die Natur der British Virgin Islands intensiv kennen
lernen wollen. Weitere Infos dazu findet Ihr im Archiv des BVI Welcome Magazins.
Samstag, 16. April 2011
Frühlingsmorgen
Einige Impressionen eines kleinen Fotoausfluges am frühen Morgen. Ein brachliegendes Ackerstück und ein feuchter mit Wiesenschaumkraut bewachsener Wiesenbereich am Waldrand wären ein perfekter Lebensraum für den Aurorafalter, den ich gerne im Morgentau fotografiert hätte - leider war keiner zu finden. Stattdessen immerhin eine fotogen auf Wiesenschaumkraut sitzende Fliege, eine winzige Heuschreckenlarve und eine (mir nicht bekannte) Wildblume bei Sonnenaufgang.
Sonntag, 10. April 2011
Texel im April
Meine aktuelle Fotoreise nach Texel habe ich zum Anlass genommen, diesen Blog zu erstellen. Hier einige Impressionen meiner einwöchigen Tour:
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| Die Uferschnepfe in ihrem Lebensraum. Wer findet Sie? |
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| Die Schilfgürtel am Rand der Mokbaai - Jagdrevier und Brutgebiet der Rohrweihe |
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| Das Revier des Blaukehlchens: Mit Büschen bewachsene Dünen, flache Tümpel in den Senken - begrenzt von Dünenkämmen und dem Riedgürtel eines kleinen Sees. |
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| Auch einige Grasfrösche hüpften in den flachen Tümpeln herum. |
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| Natürlich halten sich auch die Silbermöwen gerne in den Dünen auf. |
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| Der Fasan ist der unbestrittene König der Dünen! |
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| Der Vogel, für den Texel weithin bekannt ist: Der Löffler. Auch für ihn war es wohl noch etwa früh im Jahr, ich hatte kaum Gelegenheiten, ihn zu fotografieren. |
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| Auch die Austernfischer waren kräftig am Balzen. |
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| Ringelgänse -arktische Wintergäste- waren auch Anfang April noch in großen Trupps auf der Insel zu sehen - oftmals zeigten sie kaum Scheu und grasten direkt neben der Straße. |
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| Während sich die Seeschwalben noch nicht am Waagejot blicken ließen, waren die Lachmöwen eifrig am Balzen und besetzten bereits ihre Nistplätze. |
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| Dieser Hase hoppelte mir eines Abends vor die Kamera - schon nach Sonnenuntergang. Mit 1/5 Sekunde und Kabelauslöser war das Bild sogar noch mit ISO 200 möglich. |
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| Nach den ganzen Wildtieren jetzt doch noch mal was "Kommerzielles". Wer die Lämmchen auf der Weide rumtollen sieht, dem vergeht ganz sicher der Appetit auf Lammfleisch ... |
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| Neben der Schafzucht ist die Landwirtschaft auf Texel unter anderem durch den Anbau von Blumen zur Blumenzwiebelgewinnung geprägt - ob Narzissen, Krokusse, Tulpen ... |
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| Sieht aus wie Sonnenuntergang, ist aber der Sonnenaufgang an der Mokbaai - man beachte den Brachvogel im flachen Wasser. |
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| Zum Abschluss meiner kleinen Serie über Texel kommt jetzt doch noch der obligatorische Sonnenuntergang ;-) |
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