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Mittwoch, 17. Oktober 2012

Safari in Ol Pejeta / Kenia

Eines von Kenias sehenswertesten Schutzgebieten ist das Ol Pejeta Conservancy bei Nanyuki, westlich des Mt Kenya. Bei meinem ersten Besuch 1996 war die Tierdichte noch sehr unspektakulär. Mittlerweile hat sich allerdings viel getan, zumal in den letzten Jahren große, ehemals als Vieh-Ranches genutzte Flächen in den Regionen Laikipia und Samburu in private oder kommunal verwalteten Schutzgebiete verwandelt worden sind, was sich zwangsläufig positiv auf die Tierwelt der ganzen Region auswirkte.


Bei meinem letzten Besuch im Juni 2012 bekamen wir schon auf den wenigen Kilometern vom Park-Gate zum Sweetwaters Tented Camp etliche Elefanten, Giraffen, Zebras und Thomsongazellen zu sehen. Zu den Highlight des nächsten Tages gehörten Nashörner: Mit 88 Exemplaren der scheuen Spitzmaulnashörner ist Ol Pejeta das wichtigste Reservat Afrikas für diese Art. Für ein blindes aus dem Busch gerettetes Nashorn namens Baraka wurde ein Gehege eingerichtet. Besucher dürfen Baraka per Hand mit Zuckerrohr füttern.


Bekannt ist das Reservat außerdem für sein „Chimpanzee Sanctuary“, in dem momentan 42 aus Händen von Schmugglern oder aus schlechter Haltung befreite Schimpansen in großen Freigehegen ein möglichst natürliches Leben führen können.


Während unserer Pirschfahrt hatten wir auch das Glück, einen der rund 30 Geparden, die auf Ol Pejeta leben, zu beobachten. Die Löwen entzogen sich leider unseren Blicken und hielten sich im dichten Busch versteckt.


Den absoluten Höhepunkt erlebten wir allerdings am letzten Tag, als wir mit vollgepacktem Wagen wieder auf dem Weg zum Parkausgang waren: Nur einige Minuten vom Camp entfernt kreuzte ein Rudel Afrikanischer Wildhunde unseren Weg. Aufgrund von Tollwut, Staupe und erbitterter Verfolgung durch den Menschen ist der Afrikanische Wildhund das seltenste Raubtier Afrikas.  In den letzten Jahren wurden immer öfter Wildhunde auf Ol Pejeta gesichtet – nachdem Anfang 2012 neun Welpen geworfen wurden, hat sich das Rudel hier nun endgültig niedergelassen. Und endlich bekam ich nach 10 Keniareisen einmal selbst die seltenen Tiere zu Gesicht!